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Metall(legierungen)

Schwermetalle können akute oder schleichende (chronische) Vergiftungen, Allergien sowie Autoimmunerkrankungen verursachen. Verschiedene Metalle, die in der zahnärztlichen Praxis Anwendung finden, sind krebserregend. Dazu gehören Cadmium, Kobalt, Palladium und Nickel.

Sogar edle Metalle - wie Gold oder Platin -  sind in der Lage, Entzündungen und Allergien auszulösen.

Eine schleichende Metallvergiftung kann unter anderem folgende Beschwerdebilder verursachen:

  • Chronische Gelenkprobleme
  • Muskelschmerzen, Zittern
  • Konzentrationsstörungen
  • Gedächtnisschwund
  • Schwerhörigkeit
  • Ohrgeräusche, Tinnitus
  • Sehstörungen
  • Allergien und Unverträglichkeiten
  • Erhöhte Infektanfälligkeit mit und ohne Fieber
  • Hautunreinheiten, Ekzeme, Urtikaria
  • Neurodermitis
  • Störungen der Darmbesiedelung (Darmdysbiosen)
  • Chronische Müdigkeit
  • Schluck- und Artikulationsbeschwerden
  • Libidoverlust
  • Psychische Veränderungen (Aggressivität sowie Depressionen, Ängste)
  • Autoimmunerkrankungen

Die Krankheitsverläufe sind anfangs langsam und unspektakulär. Daher werden sie oft leichtfertig als psychosomatisch bedingt abgetan. Eine frühzeitige richtige Einordnung kann den Patienten vor schwerwiegenden und schmerzhaften Folgen bewahren.

Alle Metalllegierungen, die im Mundbereich eingesetzt werden, korrodieren – auch Titan. Dabei entstehen Metallionen, die allergische Sensibilisierungen auslösen können. Folge sind lokale und systemische Entzündungsreaktionen.

Etwa 30 Prozent der Frauen und rund 13 Prozent der Männer in Deutschland sind allergisch gegen Nickel. 30 Prozent dieser Patienten reagieren zudem allergisch auf Palladium, welches häufig Bestandteil von Dentallegierungen ist. Allergien auf Quecksilber, Chrom, Kobalt, Gold, Platin oder Silber sind zwar seltener, werden aber im Allergietest trotzdem mit einer Häufigkeit von 5 bis 8 Prozent gefunden.

Die meisten Allergien entwickeln sich erst mehrere Wochen nach dem Kontakt (Typ IV-Allergien). Bei einigen Metallen wie z.B. Quecksilber, Kadmium, Chrom oder Silber sind auch dosisabhängige toxische Effekte (Störungen von Enzymfunktionen) bedeutsam. Legierungsbestandteile wie Nickel, Cadmium, Kobalt und Palladium sind zudem krebserregend

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